Schülerheim Meran Fritz Ebner

Unsere Geschichte

Ein Mädchenheim in Meran

Nach 17-monatiger Bauzeit wurde am 04.10.1971 das neue und moderne Mädchenheim in Meran als viertes Haus des Kanonikus Michael Gamper Werkes eröffnet und konnte am 23.10.1971 im Beisein von Prominenz aus dem In- und Ausland feierlich eingeweiht werden.

In ihrer Rede zur Einweihung machte die damalige Heimleiterin des Mädchenheimes, Sr. Reinhilde Platter deutlich, dass dieses Haus „weder eine Verbesserungsanstalt noch eine Ess- und Schlafstätte“ sein solle, sondern, dem Grundgedanken des Kanonikus Michael Gamper folgend, die Schule und das Familienleben
zu ergänzen versuche.

Im Jahre 1978 wurde das Mädchenheim nach Dr. Fritz Ebner, dem zweiten deutschen Schulamtsleiter des Landes Südtirol benannt. Die Wandmalerei an der Hausfassade beim Eingangsbereich wurde von Heiner Gschwendt gestaltet.

Die Idee für das Mädchenheim entstand bereits kurz nach der Inbetriebnahme des angrenzenden Buben-
heimes 1965, geplant und entworfen wurde der sehr moderne Bau vom Bozner Architekten Dr. Roland Veneri. Von der Planung bis zum eigentlichen Baubeginn und der Fertigstellung des Mädchenheimes sollte trotz vieler Bemühungen jedoch noch einige Zeit vergehen. Das neue Heim wurde nicht rechteckig, sondern trapezförmig geplant und stieß wegen der eigenwilligen Projektierung auf einigen Widerstand. Letztendlich konnten die Bedenken zwar ausgeräumt werden, nun war es die Baugenehmigung, die auf sich warten ließ.

Im Spätsommer 1968 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, diese wurden aus bürokratischen Gründen für längere Zeit unterbrochen – letztendlich konnte das Mädchenheim im Spätsommer 1971 fertiggestellt werden. Im Ursprung war das Haus für 160 Schülerinnen geplant, mit nach Süden ausgerichteten Vierbett-
zimmern und Wasch- und WC-Anlagen und Aufenthaltsräumen auf der Hinterseite Richtung Norden. Die Küche und der Speisesaal sollten im Erdgeschoss auf der gleichen Ebene entstehen, ebenso ein Konferenz-
saal, Musikzimmer und zwei Klassenräume, die in den Anfangsjahren nach der Eröffnung Schülerinnen der ehemaligen LBA – Lehrerbildungsanstalt Unterrichtsräume boten. Im Kellergeschoss entstand mit der Hauskapelle ein Schmuckstück mit indirekter Lichtanlage und Platz für alle Heimschülerinnen. Das große Kreuz, sowie das Messbesteck stammen vom namhaften Meraner Juwelier Willy Wiemann.

Im Zuge einer umfangreichen Umbau- und Sanierungstätigkeit ab dem Jahr 1996 bis 2001 wurde das Haus den neuen Bedürfnissen angepasst; unter anderem wurden aus den Vierbettzimmern Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle, es wurden neue Freizeiträume geschaffen und Wirtschafts- und Betriebsräume renoviert, um den Erfordernissen eines modernen und funktionalen Schülerinnenheimes gerecht zu werden.

Das letzte Bild zeigt eine Skizze des Heimstempels, entworfen von der ehemaligen Heimschülerin Christine Tengler. Dieser Stempel wird auch heute noch verwendet.

Heimleiterinnen im Schülerinnenheim Dr. Fritz Ebner seit seiner Eröffnung:

1971-1991     Sr. Reinhilde Platter OT
1991-2023     Dr. Rosa Maria Puintner
Seit 2023         Dr. Elisabeth Innerhofer