Schülerheim St. Ulrich Assudei
Der Name des Schülerheims Assudëi ist mit der Geschichte des Heimes in enger Verbindung zu setzen. Assudëi ist ein grödnerisches Wort und bedeutet auf Wiedersehen. Der Name ist auf die dunkle Zeit der Option zurückzuführen. Franz Hofer, der einstige Besitzer des Grundstücks, wo das Schülerheim errichtet wurde, optierte für die Umsiedlung nach Deutschland und musste demnach das heimatliche Tal verlassen. Doch allzu sehr glaubte er den Sirenengesang der Nazi-Propaganda nun doch nicht und ließ an seinem Haus das Wort Assudëi anbringen. Er war überzeugt, irgend einmal wieder nach St. Ulrich zurückkehren zu können. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Hofers Familie wieder in St. Ulrich Fuß fassen und bezog wiederum das Haus in der Sotriastraße.
Als dann das Haus unbewohnt war, klopfte die Gemeinde St. Ulrich bei den Besitzern an und konnte nach einigen Verhandlungen das Gebäude ankaufen, das dann abgebrochen wurde, um dem neuen Schülerheim Platz zu machen. Der Name Assudëi wurde beibehalten
Geschichte und Anliegen
Das KANONIKUS MICHAEL GAMPER WERK ist am 03.01.1957 im Gedenken an Kanonikus Michael Gamper ins Leben gerufen worden. Gemäß Art. 1 seiner Satzungen macht es sich bis heute zur Aufgabe „…ohne Gewinnstreben die Fürsorge, die Ausbildung, das Studium und die Erziehung der Studierenden der deutschen und ladinischen Volksgruppen Südtirols in christlicher und heimatgetreuer Gesinnung im Geiste des verstorbenen Kanonikus Michael Gamper zu fördern.“ Damals entstanden Schülerheime, um Jugendlichen aus entfernteren Ortschaften die Möglichkeit einer weiterführenden schulischen Ausbildung zu gewährleisten. Auch heute noch bilden diejenigen, für die ein Pendeln zwischen Zuhause und Schule nur erschwert möglich ist, die größte Zielgruppe unserer Heime.
Das Schülerheim Assudei in St. Ulrich wurde im Jahre 2007 eröffnet.